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Italienisches Kaltblut

Italienisches Kaltblut

Knapp mittelgroßes, kompaktes Kaltblut. Nobler Kopf mit geradem Profil und kleinem Maul, lebhafter Ausdruck. Hoch aufgesetzter, schwerer Hals mit schöner Linie, Mähne und Schopf dicht. Schräge, wuchtige Schulter, wenig Widerrist, breite Brust. Genügend tiefer Rumpf, kurzer Rücken, manchmal auch lange, vorgetiefte Rückenlinie. Kräftige Nierenpartie, abfallende, gut gerundete Spaltkruppe. Häufig offene Gelenkswinkel, steile Hinterhand. Solides Fundament mit etwas Behang, steile Fesseln mit großen, engen Hufen. Gute Aktion im Schritt und besonders im Trab. Farbe meist Fuchs mit hellem Langhaar, seltener Rotschimmel oder Braune. Größe 150 bis 160 cm Stockmaß. Gewicht zwischen 600 und 700 kg.

Um 1860 wurde das Hengstdepot Ferrara gegründet, wo anfänglich Beschäler aus der Po-Ebene standen, entsprechend der damaligen Mode bald auch Vollblüter, Hackneys und Orientalen. Um die Jahrhundertwende kamen vermehrt Hengste der schweren Rassen Boulonnais, Ardenner und Bretone zum Einsatz, von denen die Bretonen am besten einschlugen. Der 1. Weltkrieg fügte der Zucht besonders in ihrem Stammgebiet Veneto schweren Schaden zu, so dass man später stark auf importierte Bretonen zurückgriff, um die Rasse neu zu konsolidieren. Deshalb ähnelt sie diesem heute auch stark. Der Bestand beträgt rund 1000 Stuten, die auch zur Schlachtfohlenproduktion verwendet werden.
 

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